Von links nach rechts: Dr. B. Bricot, Dr. J.P. Roll, Dr. A. Fimiani
Die logische Aufgabe besteht darin, das System im Gleichgewicht zu halten, weil es, wenn es sich im Gleichgewicht befindet, die Fähigkeit hat, die falschen Reize zu kompensieren, ohne pathologische Erscheinungen hervorzurufen.
Hier kommt die posturale Medizin ins Spiel: die Fähigkeit, unser System in seiner Gesamtheit als kybernetisches System zu verstehen und auf dasselbe durch Wiederherstellung des Gleichgewichts einzuwirken.
Der posturologisch ausgebildete Arzt hat die Aufgabe, differenzialdiagnostisch zwischen biochemischen Erkrankungen und solchen biomechanischer Ursache zu unterscheiden; denn während jene eine medikamentöse Therapie verlangen, kommen diesen Konditionierungstechniken zugute, welche das System wieder ausgleichen. Und wie es bei der medikamentösen Therapie verschiedene für dieselbe pathologische Erscheinung anwendbare Moleküle gibt, so stehen jedem an Posturologie Interessierten verschiedene therapeutische Methoden zur Verfügung, welche das Ziel verfolgen, das posturale System zu konditionieren, aber es gelingt nicht mit allen, es rechtzeitig zu stabilisieren. In beiden Fällen ist es die Aufgabe des Arztes, die für seinen Patienten geeignetste Therapie anzuwenden.